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B E A M T E
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Die Beamten bildeten einen Teil der oberen Gesellschaftsschicht; sie dienten den königlichen Kultstätten, lebten und arbeiteten in Pyramidenstädten oder Tempelanlagen.
Die gigantischen Bauvorhaben der Pharaonen forderten ein professionelles Verwaltungssystem, das eine Vielzahl von Beamten nötig werden ließ. Auch Menschen aus einfachen Familienverhältnissen konnten eine Stelle als Beamter antreten, sofern sie die fachlichen Qualifikationen dazu aufwiesen.
Es gab bereits im Alten Reich über 1.600 verschiedene Ämter und Beamtentitel. So, wie es eine Hierarchie im Land gab, gab es auch eine Hierarchie innerhalb des Beamtentums. Zusätzlich zu ihrem Titel konnten die Beamten beispielsweise noch die Bezeichnung "Erster", "Oberhaupt", "der Große" oder "der Genoss" erhalten.
Beamte waren für die Leitung königlicher Domänen und Werkstätten oder für die Organisation von Arbeiten in Bergwerken oder Steinbrüchen verantwortlich. Andere waren für persönliche Dienste des Pharaos eingesetzt.
Die staatlichen Einkünfte wurden vom staatlichen Schatzamt verwaltet. Darüber hinaus gab es einen eigenen Verantwortungsbereich für die Lagerung des Getreides. Auch das Arsenal sowie die Ölmagazine wurden separat verwaltet. Da für sämtliche Verwaltungsaufgaben zahlreiche Dokumente geschrieben werden mussten, war allen Abteilungen der Staatsverwaltung eine große Anzahl von Schreibern zugehörig.
Um Beamter zu werden, war es Grundvoraussetzung, lesen und schreiben zu können. Auch die Beamten wurden mit Naturalien bezahlt. Dabei bekamen hohe Beamte natürlich mehr Entlohnung als einfache Schreiber.
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