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G R U N D  D E R

M U M I F I Z I E R U N G

   
Im Alten Ägypten glaubte man, dass der Tod eines Menschen nicht dessen Ende bedeutete, sondern dass ein Weiterleben im Jenseits möglich war. Die Lebenserwartung der Ägypter war nicht sehr hoch und betrug bei Männern durchschnittlich 35, bei Frauen sogar nur 30 Jahre. Deshalb widmeten sie bereits ihr Dasein den Plänen für ein Leben nach dem Tod. Die Ägypter glaubten dabei an ein Wiederbeleben der Seele. Die Seele bestand für die Ägypter aus drei Teilen, dem Ba, dem Ka und dem Ach. Das Ba, war der Charakter, das Ka der Geist und das Ach die Unsterblichkeit des Menschen.
Dem Ka wurde nach dem Tod eines Menschen besondere Aufmerksamkeit geschenkt. Es weilte im Herzen des Menschen und war Symbol für seinen geistigen Körper. Starb ein Mensch, so starb nur sein Körper, das Ka lebte jedoch im Jenseits weiter und sollte dort zu seinem ursprünglichen Körper zurückkehren. Damit das Ka seinen Körper stets wiederfinden konnte, wurde der Leichnam mumifiziert und ihm somit ein lebensnahes Aussehen verliehen.

Bevor die Ägypter die künstliche Mumifizierung entwickelten, gab es bereits sogenannte Naturmumien. Der normale Verwesungsprozess einer Leiche wurde dabei von außergewöhnlichen Bedingungen der Natur gestoppt. Diese Bedingung war im Alten Ägypten anhaltende Trockenheit. Sie hemmt die Bakterien, die für die natürliche Verwesung verantwortlich sind, in ihrer Aktivität. Mit zunehmender Austrocknung sind Bakterien nicht mehr lebensfähig und können den Leichnam somit nicht weiter zersetzen. Solche Naturmumien entstanden hauptsächlich im Sand.

Naturmumie

Sie gaben den Ägyptern den Hinweis darauf, dass eine Erhaltung des Körpers nach dem Tod möglich war.
Die einfache Bevölkerung, die sich eine Mumifizierung nicht leisten konnte, aber trotzdem den Körper des Verstorbenen für das Weiterleben im Jenseits erhalten wollte, begrub die Leichen ihrer Angehörigen im Wüstensand.
   

 

 

 
     

 

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