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S C H Ö P F U N G S M Y T H E N

   

Der Glaube an die Götter geht auf die Mythen der Weltentstehung zurück, in denen die Schöpfung von den Göttern vollzogen wurde und zu deren Zeiten die Götter die Herrschaft über die Erde hatten.
Es gibt verschiedene Schöpfungsmythen in der ägyptischen Geschichte. Im Folgenden wird die heliopolitanische und wohl bekannteste Sichtweise dargestellt, die von dem mythischen System der "Neunheit" ausgeht.
Dabei handelt es sich um neun Gottheiten, die aus dem Urgott "Atum" und seinen acht Nachkommen bestehen.

Atum


Zuerst schuf Atum sich selbst aus der Urflut "Nun" und wurde somit zur Quelle der weiteren Schöpfung.
Dann erzeugte er durch Masturbation, Spucken und Niesen zwei Kinder, "Schu", die Luft und "Tefnut", die Feuchtigkeit.
Diese brachten wiederum zwei Kinder hervor, "Geb", die Erde und "Nut", den Himmel.
Geb und Nut schufen weitere vier Kinder, die Gottheiten "Osiris" und "Isis", sowie "Seth" und "Nephthys".
Diese vier Gottheiten stellten das fruchtbare Land und die umliegende Wüste dar und vollendeten somit das ägyptische Universum.
Obwohl Osiris und Isis Geschwister waren, waren sie miteinander verheiratet. Es ist wichtig, dies zu wissen, um den folgenden Mythos verstehen zu können.
   

 

 

 
     

 

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