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K Ö R P E R P F L E G E
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Die Hautpigmente der Männer waren dem heißen und sonnigen Klima angepasst. Die rotbraune Hautfarbe wurde Richtung Süden dunkler.
Frauen waren der intensiven Sonneneinstrahlung kaum ausgesetzt, weil sie sich hauptsächlich im Haus oder im Schattenbereich des Hofes oder Gartens aufhielten. Deshalb war ihre Hautfarbe auch heller als die der Männer.
Weitere Merkmale der Ägypter waren dunkles Haar und dunkle Augen.
Das durch die hohen Temperaturen bedingte Schwitzen veranlasste die Ägypter zur sorgfältigen Körperpflege. Aus diesem Grund stellten die Ägypter hochwertige Kosmetikartikel her.
Täglich nahmen die alten Ägypter eine Körperreinigung vor. Dies geschah nicht nur, um sich von Schmutz zu reinigen, sondern auch um sich zu erfrischen oder wenn religiöse Kulthandlungen bevorstanden.
Die Haarwäsche war natürlich Bestandteil der Körperpflege. Das Haar wurde anschließend mit duftenden Ölen und Salben eingerieben.
Auch Mund- und Zahnreinigung mit in Wasser gelöstem Natron wurde praktiziert. Trotzdem waren die Zähne der alten Ägypter in einem miserablen Zustand, da zum einen das zubereitete Mehl viele abgeriebene kleine Steine des Mahlsteins enthielt und diese die Zähne schädigten und zum anderen die Zahnhygiene oft vernachlässigt wurde.
Nur die höheren Gesellschaftsschichten besaßen Badezimmer; die einfache Bevölkerung goss sich das Wasser aus Krügen über die zu reinigenden Körperteile und fing es in breiten und tiefen Schüsseln wieder auf.
Salben, zum Geschmeidighalten der Haut, wurden aus tierischen Fetten und Pflanzenölen hergestellt. Um Duftsalben herzustellen, fügte man Aromastoffe wie beispielsweise Myrrhe oder Weihrauch hinzu.
Augenschminke wurde aus Blei-Schwefelverbindungen angemischt und von Frauen oder für Mumien verwendet. Die Mumien bekamen dadurch ein lebendiges Aussehen verliehen.
Die Frauen schminkten ihre Augenbrauen, Wimpern und Lider, während Wangen und Lippen nur sehr selten geschminkt wurden.
Die Schminke schützte zudem die Augen vor der starken Sonneneinstrahlung.
Aufbewahrt wurde die Schminke in kunstvoll verzierten Döschen.
Das Benutzen von Parfum sollte sowohl den Körpergeruch überdecken, als auch im ganzen Haus Wohlgeruch verbreiten. Frauen trugen oft Duftkegel im Haar, die langanhaltenden Duft verströmten.
Die alten Ägypter kannten schon viele Instrumente und Vorgehensweisen der Körper- und Schönheitspflege.
Der betriebene Aufwand hing dabei natürlich von der Schichtzugehörigkeit ab.
Frisuren
Alle Männer der unteren Schicht trugen das Haar kurz geschnitten.
Daneben gab es aber auch kurzhaarige Lockenfrisuren, bei denen die Ohren bedeckt waren.
Mittellanges Haar, das die Ohren halb bedeckte, wurde von den höheren Schichten getragen. Es handelte sich hierbei meist um Perücken.
Frauen trugen langes oder halblanges glattes Haar, das in drei Teile gekämmt war. Ein Teil fiel lang über den Rücken, während die anderen beiden Teile vorn über die Brust fielen. Dabei handelte es sich ebenfalls fast immer um Perücken.
Kinder hatten als Zeichen ihrer Kindheit eine sogenannte Jugendlocke, die an der rechten Kopfhälfte als Zopf zusammengebunden war.
Priester trugen spätestens ab der 19. Dynastie eine Glatze, da noch nicht einmal eine Laus zwischen ihnen und den Göttern platz haben durfte.
Vollbärte waren bei den alten Ägyptern nur zu vordynastischer Zeit die Regel. Später rasierten sich die Männer aus hygienischen Gründen.
Die Klingen bestanden zunächst aus geschliffenem Stein, später aus Kupfer oder Bronze.
Vereinzelt wurden dezente Oberlippenbärte getragen. Ein langer Spitzbart war das Attribut der Götter und wurde als Symbol ihrer Göttlichkeit von Pharaonen getragen.
Kämme wurden aus Holz oder Knochen gefertigt. Es gab kreisrunde Spiegel mit kunstvoll verzierten Griffen. Diese bestanden aus blankem Silber oder Kupfer.
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