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P R I E S T E R
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Die Priester im Alten Ägypten waren Gottesdiener und keine Mittler zwischen Göttern und Menschen. In dem Tempel, den sie bewohnten, hatten sie mehrere Ämter und Aufgaben. Da ursprünglich nur der Pharao berechtigt war, sich den Göttern zu nähern, übernahmen die Priester stellvertretend für den Pharao die Opferdarreichungen, als das Aufgabengebiet des Pharaos so groß wurde, dass nicht mehr alle Aufgaben von ihm selbst übernommen werden konnten. Die Opferzeremonien wurden mehrmals täglich abgehalten. Dafür reinigte der Priester vorher seinen Körper und betrat anschließend die heiligen Räume des Tempels. Die Götterstatue wurde dabei gesäubert und mit Ölen gesalbt, danach bekam die im Tempel wohnende Gottheit die prächtigsten Speisen vorgesetzt. Nachdem der Priester Lobpreisungen und Gebete gesprochen hatte, verschloss er hinter sich die Türen und ließ der Gottheit Zeit für ihr Mahl.
Neben den Tempelpriestern gab es auch sogenannte Totenpriester, die sowohl die Mumifizierungen als auch die Bestattungszeremonien leiteten und überwachten.
Priester erhielten ihre Ausbildung auf speziellen Priesterschulen, in denen neben dem Lesen und Schreiben auch die komplizierte Götterwelt und die verschiedenen Mythen vermittelt wurden. Erst nach erfolgreich abgeschlossener Prüfung durften die Schüler die Priesterschaft antreten.
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